Das Große muss auf´s Kleine
Bericht vom Jugendwochenende am 31.Oktober und 1. November
Eigentlich sah ja alles ganz leicht aus!

Als Nadine, unsere Zirkuslektionenexpertin, am Samstag zum Auftakt des Wochenendes mit ihrem Isi Gustl verschiedene Kunststücke vorführte, hätte man den Eindruck gewinnen können, als gäbe es für einen Isländer nichts natürlicheres, als sich auf Kommando hinzulegen, zu steigen oder mit allen vieren auf einem Podest zu stehen.
Wahrscheinlich hätten unsere 30 Teilnehmer am liebsten ALLES an diesen zwei Tagen erlernt, aber Nadine dämpfte allzu große Erwartungen mit dem Hinweis, dass für die meisten Lektionen langwieriges und geduldiges Training erforderlich ist – also an einem Wochenende nicht zu schaffen.
Darum war unser Ziel für dieses Mal „nur" das Stehen auf dem Podest.
Die Jugendlichen arbeiteten jeweils zu zweit mit einem Pony. Als Vorübung ging es am Samstagnachmittag darum, das Pferd mit allen vier Beinen in einem Reifen abzustellen, was sich schon mal als ziemlich schwierig heraus stellte. Trotz fachkundiger Anleitung, großem Eifer und viel Geduld gelang es meistens nur, zwei Hufe im Reifen zu parken. Aber unsere Isis ließen sich offensichtlich von der Zirkusbegeisterung anstecken und hoben geduldig ihre Beine.
Zum Abschluss unserer Bemühungen am Samstag durften alle Pferde Leckerli von den Podesten fressen. Nadine wollte damit einerseits die Neugier der Ponies wecken und gleichzeitig das Neue mit einem positiven Erlebnis verbinden. Und diese Übung ist allen zu 1.000% gelungen!
Zur Entspannung (und zum Aufwärmen) wurde für die Ponyweihnacht geplant und gebastelt. Mehr wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten – lasst euch überraschen!
Nach dem Abendessen dekorierten wir die Wirtschaft für unsere Halloweenparty. Tini verwandelte hübsche Mädels mit viel Schminke in „echte" Monster und DJ Matze sorgte für die richtige Musik. Der Bautzenhofklassiker „Besenlimbo" fehlte eben so wenig wie der allseits beliebte Zeitungstanz (nicht nur Pferden fällt es schwer, ruhig auf kleinen Flächen zu stehen).
Zum gruseligen Abschluss des Abends spielten wir „Bannemann im Dunkeln" mit viel Geschrei und Gekreisch.
Sonntagvormittag sollten die Pferde dann auf das Podest – möglichst schon mit allen vier Beinen. Dabei wurden die Teams natürlich tatkräftig von Nadine und ihrer Assistentin Evi unterstützt. Dreien gelang es auf Anhieb (Glaesir, Hekla und Lysi), die anderen stellten zumindest ihre Vorderhufe sicher auf den Podesten ab. Und wieder machten alle Ponies bereitwillig mit – Birna z.B. konnte gar nicht genug davon bekommen, immer wieder mit den Vorderhufen auf das Podest zu steigen.
Nachmittags stand dann die Kür auf dem Programm. Die Jugendlichen sollten möglichst ohne Hilfe ihre Isis auf das Podest stellen und/oder auf das Podest reiten. Und alle Teams waren erfolgreich! Auch mit Reitergewicht schafften es die Ponies mit den Vorderhufen hoch zu steigen, einige fanden
den neuen Überblick da oben offensichtlich ganz toll und hatten anscheinend gar keine Lust, ihren Aussichtsplatz wieder zu verlassen.
Aber natürlich musste irgendwann mal Schluss sein!
Die Ponies wanderten zufrieden und gut gefüllt mit Leckerlis auf ihre Paddocks und die Jugendlichen wärmten sich vor dem Nachhauseweg noch bei der Abschlussbesprechung im Reiterstübchen auf. Allgemein wurde der Wunsch geäußert, die Arbeit mit den Zirkuslektionen weiter zu vertiefen.
Das nächste Wochenende kommt bestimmt!
Evi






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